Bedeutende Kunstwerke am Aeschenplatz
Der amerikanische Künstler Jonathan Borofsky schuf zwei markante Kunstwerke, die am Aeschenplatz 6 zu sehen sind: «Hammering Man» und «I dreamed I found a red ruby». Beide prägen den Aeschenplatz bis heute und bleiben auch nach dem Umbau des Gebäudes erhalten.
Der freundliche Riese
Der «Hammering Man» von Jonathan Borofsky ist seit 1989 ein Wahrzeichen des Aeschenplatzes. Das 13,5 Meter hohe und 8 Tonnen schwere Kunstwerk schwingt unermüdlich seinen Hammer und steht vor dem Aeschenplatz 6.
Die Idee des riesenhaften Arbeiters reicht bis in Borofskys Kindheit zurück – auf eine Geschichte seines Vaters: «Er erzählte mir die Geschichte eines sehr grossen und freundlichen Riesen, der im Himmel wohnte und den Menschen viel Gutes tat. Er erzählte auch von dem kleinen Knaben, der in den Himmel hinaufklettern wollte, um dem freundlichen Riesen zu begegnen.»
Brofosky bezeichnet den Hammering Man als einen Riesen und als «das Symbol des Arbeiters, der in uns allen steckt.» Der gleichmässige Hammerschlag kann als Sinnbild für den Rhythmus des menschlichen Lebens und der täglichen Arbeit verstanden werden. Zugleich erinnert die Figur an die Verbundenheit und Solidarität aller arbeitenden Menschen.
Welche Arbeit dieser Riese verrichtet und wofür er steht, hängt laut Borofsky von seinem Standort ab. So könne der Hammering Man «im Zusammenhang mit seinem Umfeld oder seinem Standort […] ein Minenarbeiter in Südafrika oder auch ein Werftarbeiter in Danzig sein, wobei jeder um seine persönliche Freiheit kämpft.»
Der Riese in Basel solle «ein Symbol für uns alle sein, die wir gemeinsam dafür arbeiten, um unseren Planeten in eine sichere und lebenswerte Umwelt zu verwandeln.» Weitere Exemplare des «Hammering Man» befinden sich unter anderem in Seoul, Frankfurt und mehreren Städten der USA.
Das Symbol des Herzens
Der von innen beleuchtete, drehbare Rubin aus Plexiglas ist ein weiteres Werk von Jonathan Borofsky. «I dreamed I found a red ruby» hängt unter dem Glasdach des Atriums, am Eingang zum Aeschenplatz 6.
Das Motiv geht auf einen Traum des Künstlers zurück: «Das Bild des sich drehenden roten Rubins, den ich als Skulptur ausgeführt habe, erschien mir zuerst im Traum. Im Gegensatz zu vielen meiner Träume, die Beklemmungen und Ängste ausdrücken, war dies ein sehr positiver und schöner Traum.»
Nach diesem Erlebnis begann Borofsky, den roten Rubin zu malen. Dabei entwickelte sich das Traumbild für ihn zu seinem «Sinnbild für das Herz, mein eigenes Herz, aber auch das Herz der Menschheit.»
Wie der «Hammering Man» ist auch der rote Rubin an verschiedenen Orten zu finden. In Basel solle er «ein Symbol geistiger Kraft und persönlicher Erleuchtung für jedermann sein».